Spezialisiert auf Schweizer Recht: OR, ZGB und SchKG

Dein Recht in der Schweiz: Gut vorbereitet zum Anwalt

Eine Kündigung, eine hohe Nebenkostenabrechnung oder ein Zahlungsbefehl? Die Jura-KI hilft dir bei der ersten Einordnung nach Schweizer Recht – mit OR, ZGB und SchKG. Ordne deinen Fall im Falldokument und bereite dich auf das Gespräch mit einer Kanzlei vor.

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Entscheide von Bundes- und kantonalen Gerichten aus OpenCaseLaw, mit Volltext und Suchindex. Separate BGE-Veröffentlichungen sind vorsorglich ausgenommen. Gleiche Kombinationen aus Gericht, Geschäftsnummer und Datum zählen einmal.

Die bereinigte Zählung ergab 345’279 Entscheidungen. Die hervorgehobene Zahl ist auf volle Tausend abgerundet. Textabschnitte und Gesetzesartikel zählen nicht als zusätzliche Entscheidungen.

Artikel des erfassten Schweizer Bundesrechts aus Fedlex. Gezählt nach SR-Nummer und Artikel; mehrere Fassungen zählen einmal. Die Zählung ergab 76’812 Rechtsnormen mit Text und Suchindex; die Anzeige ist auf volle Tausend abgerundet.

Der Bestand ist eine Recherchegrundlage; er umfasst nicht die gesamte Rechtsprechung. Auch mit Quellen kann eine KI Fehler machen.

  • Schweizer Rechtsquellen wie OR, ZGB und SchKG
  • Artikelnummer und Gesetzestext direkt im Chat
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Eingeschrieben abgeholt

Ein Umschlag — und irgendwo zählt jemand deine Tage.

Zehn Tage bleiben dir für den Rechtsvorschlag gegen einen Zahlungsbefehl. Dreissig Tage, um eine Wohnungskündigung bei der Schlichtungsbehörde anzufechten. Und wenn die Arbeitgeberin kündigt, endet deine Einsprache spätestens mit der Kündigungsfrist. Drei Schreiben, drei völlig verschiedene Uhren — und was das Netz dazu ausspuckt, ist meistens für Deutschland geschrieben. Sag lieber uns, was in deinem Umschlag steht.

Wo es gerade klemmt

Was beschäftigt dich gerade?

Such dir die Lage aus, die auf dich zutrifft — eingeordnet wird nach OR, ZGB und SchKG.

Dieselben Wörter, ein anderes Gesetz

Drei Punkte, an denen deutsche Antworten in der Schweiz schiefgehen

Nicht bei Sonderfällen. Bei Wohnung, Lohn und offener Rechnung — also dort, wo fast alle landen.

Die kurze Antwort

Nein. Wer sich gegen die Kündigung seiner Wohnung wehren will, widerspricht in der Schweiz nicht dem Vermieter, sondern ficht an: Das Begehren muss innert dreissig Tagen nach Empfang der Kündigung bei der Schlichtungsbehörde eingereicht werden (Art. 273 Abs. 1 OR). Kündigen darf die Vermieterin nur auf einem vom Kanton genehmigten Formular (Art. 266l OR) — entspricht die Kündigung den Formvorschriften nicht, ist sie nichtig (Art. 266o OR). Bei Arbeit und Geld gelten wieder eigene Fristen.

Wohnung: du widersprichst nicht, du fichtst an

Der Weg führt nicht zum Vermieter zurück, sondern zu einer Behörde — und er ist kurz:

  • Dreissig Tage nach Empfang muss dein Anfechtungsbegehren bei der Schlichtungsbehörde sein (Art. 273 Abs. 1 OR).
  • Die Erstreckung ist ein zweiter, eigener Antrag — nicht bleiben dürfen, sondern mehr Zeit bekommen. Auch dafür gelten dreissig Tage (Art. 273 Abs. 2 lit. a OR), und Wohnräume können um höchstens vier Jahre erstreckt werden (Art. 272b Abs. 1 OR).
  • Zuerst aber die Form: Die Vermieterin muss mit einem vom Kanton genehmigten Formular kündigen (Art. 266l OR). Genügt die Kündigung den Formvorschriften nicht, ist sie nichtig (Art. 266o OR) — dann brauchst du gar keine Anfechtung.

Und das Schlichtungsverfahren in Miet- und Pachtsachen ist gerichtskostenfrei (Art. 113 Abs. 2 lit. c ZPO). Mietrecht Schweiz →

Arbeit: die Kündigungsschutzklage gibt es hier nicht

Wer den deutschen Weg zurück auf die Stelle sucht, macht in der Schweiz den falschen Schritt:

  • Eine missbräuchliche Kündigung ist trotzdem wirksam. Sie beendet das Arbeitsverhältnis; fortgesetzt wird es nur, wenn beide Seiten sich darauf einigen (Art. 336b Abs. 2 i. V. m. Art. 336a Abs. 1 OR).
  • Was sie auslöst, ist Geld: eine Entschädigung von höchstens sechs Monatslöhnen, die das Gericht nach den Umständen festsetzt (Art. 336a Abs. 2 OR).
  • Der Weg dorthin hat zwei Stufen. Zuerst schriftliche Einsprache beim Kündigenden — also bei der Arbeitgeberin, nicht beim Gericht —, längstens bis zum Ende der Kündigungsfrist (Art. 336b Abs. 1 OR). Danach Klage innert 180 Tagen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, sonst ist der Anspruch verwirkt (Art. 336b Abs. 2 OR).

Zwei Verwirkungsfristen hintereinander — wer die erste verschläft, kommt an die zweite gar nicht heran. Arbeitsrecht Schweiz →

Geld: keine SCHUFA, sondern ein Zahlungsbefehl

Auf eine offene Rechnung folgt hier kein Score einer Auskunftei und kein Mahnverfahren mit Widerspruch:

  • Es kommt der Zahlungsbefehl vom Betreibungsamt. Er fordert dich auf, binnen zwanzig Tagen zu zahlen — und teilt dir mit, dass du innerhalb von zehn Tagen Rechtsvorschlag erheben kannst (Art. 69 Abs. 2 SchKG).
  • Der Rechtsvorschlag ist die Antwort, die zählt: sofort beim Überbringer oder innert zehn Tagen nach der Zustellung beim Betreibungsamt, mündlich oder schriftlich — und auf Verlangen gebührenfrei bescheinigt (Art. 74 Abs. 1 und 3 SchKG).
  • Eine Begründung braucht er nicht (Art. 75 Abs. 1 SchKG). Danach ist die Gläubigerin am Zug: Sie muss ihren Anspruch im Zivilprozess oder im Verwaltungsverfahren geltend machen (Art. 79 SchKG).

Wer stattdessen nach dem deutschen Verfahren sucht, verliert genau diese zehn Tage. Betreibung und Rechtsvorschlag →

Der ehrliche Vergleich

Es kommt darauf an, woher die Antwort stammt

Für deinen nächsten Schritt zählen passende Rechtsquellen und eine verständliche Einordnung.

Ein Forenbeitrag ist eine Meinung.
Art. 273 OR ist eine Frist.

Allgemeine KI-Chatbots

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Funktionen und Preise variieren je Anbieter
  • ✗ Passenden Rechtsraum und Aktualität prüfen
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So funktioniert's

Erst Anwalt GURU, dann Anwältin

In vier Schritten von „keine Ahnung, was das heisst" zu einem Fall, den du selbst erklären kannst. Der Anfang kostet nichts.

  1. 1

    Erzähl, was passiert ist

    Tippen, diktieren oder den Brief abfotografieren — Umgangssprache reicht völlig, und die Uhrzeit spielt keine Rolle.

  2. 2

    Die KI schlägt nach

    Sie durchsucht OR, ZGB, ZPO und SchKG und legt dir die einschlägigen Artikel mit Nummer und Gesetzestext in den Chat.

  3. 3

    Falldokument mitnehmen

    Sachverhalt, Fristen und Artikel in einem Dokument, das du weiterreichen kannst.

  4. 4

    Gut vorbereitet zum Termin

    Ob Schlichtungsbehörde oder Kanzlei: Deine Fragen stehen, und die Suche in der App findet Kanzleien in der Region.

Frage im Anwalt GURU Chat stellen Die KI sucht die einschlägigen Artikel und Entscheide Falldokument zur Vorbereitung auf das Anwaltsgespräch Passende Kanzlei in der Nähe finden
Quelle: Art. 273 OR
Schweizer Fundstelle
Falldokument liegt bereit
Deine Fragen für den Termin

Fragen, die hier täglich gestellt werden

Tipp eine an, dann steht sie oben im Feld.

Was du mitnimmst

Dein Fall — auf ein paar Seiten gebracht

Sachverhalt, Fristen und Artikel in einem Dokument. Die Kanzlei muss sich nicht erst einlesen, und genau diese Stunden zahlst du sonst mit.

Anwalt GURU zeigt die einschlägigen Rechtsquellen mit Fundstelle zu deinem Fall Falldokument von Anwalt GURU — vorbereitet ins Gespräch mit der Rechtsanwältin
Der Sachverhalt, geordnet

Was wann passiert ist, in der Reihenfolge, in der es zählt.

Die Artikel, auf die es ankommt

Aus OR, ZGB, ZPO oder SchKG — mit Nummer und Gesetzestext.

Deine offenen Fragen

Damit im Termin nichts vergessen geht und ihr über die Strategie redet statt über die Aktenlage.

Der Termin

Du sitzt da und weisst, worum es geht.

Ob vor der Schlichtungsbehörde oder am Besprechungstisch der Kanzlei: Wer seinen eigenen Fall vorher einmal in Ruhe durchgegangen ist, diskutiert mit, statt nur zuzuhören. Im Falldokument hast du Sachverhalt, Unterlagen und offene Fragen griffbereit.

Bund oder Kanton

Was überall gleich gilt — und was an deinem Wohnort anders ist

Die wichtigste Schweizer Eigenheit ist keine Regel, sondern eine Arbeitsteilung.

Das Zivilrecht ist Bundesrecht. Obligationenrecht, Zivilgesetzbuch und SchKG gelten in Zürich wie in Chur wie in Lugano — die Frist zur Anfechtung einer Wohnungskündigung ist in allen 26 Kantonen dieselbe. Wer diese Regeln aber vollzieht, ist kantonal: 26 Organisationen der Betreibungsämter, 26 Lösungen für die Schlichtungsbehörden, 26 Gebührenordnungen. Deshalb steht auf jeder Ratgeberseite dieser Website ein Absatz dazu, was überall gleich gilt und was an deinem Wohnort anders ist — und deshalb nennt keine unserer Seiten eine Gebühr, die sie nicht belegen kann.

Bundesrecht und kantonale Zuständigkeit im Vergleich
Dein Fall Gilt überall gleich (Bundesrecht) Hängt vom Kanton ab
Kündigung der Wohnung Anfechtungsbegehren innert 30 Tagen nach Empfang bei der Schlichtungsbehörde (Art. 273 Abs. 1 OR); Erstreckung für Wohnräume höchstens 4 Jahre (Art. 272b Abs. 1 OR) Welches Kündigungsformular gilt und wer es auflegt (Art. 266l OR, Art. 9 Abs. 2 VMWG) — und wo deine Schlichtungsbehörde sitzt
Mietzins hinterlegen Hinterlegung schriftlich ankündigen; danach 30 Tage ab Fälligkeit des ersten hinterlegten Mietzinses, sonst fallen die Mietzinse dem Vermieter zu (Art. 259g, Art. 259h Abs. 1 OR) Die Hinterlegungsstelle bezeichnet der Kanton (Art. 259g Abs. 1 OR)
Missbräuchliche Kündigung Einsprache längstens bis zum Ende der Kündigungsfrist (Art. 336b Abs. 1 OR), Klage innert 180 Tagen (Art. 336b Abs. 2 OR), Entschädigung höchstens 6 Monatslöhne (Art. 336a Abs. 2 OR) Nichts an Frist oder Obergrenze — dieser Teil ist reines Bundesrecht
Lohn bei Krankheit Im ersten Dienstjahr Lohn für 3 Wochen, danach für „eine angemessene längere Zeit" (Art. 324a Abs. 2 OR) Wie lange „angemessen" ist, sagt die Praxis des zuständigen Gerichts: Zürcher, Berner oder Basler Skala
Zahlungsbefehl Rechtsvorschlag innert 10 Tagen nach der Zustellung, mündlich oder schriftlich und ohne Begründung (Art. 74 Abs. 1, Art. 75 Abs. 1 SchKG) Zahl und Grösse der Betreibungskreise bestimmen die Kantone (Art. 1 Abs. 2 SchKG) — dein Auszug gilt nur für deinen Kreis
Pflichtteil Die Hälfte des gesetzlichen Erbanspruchs — seit dem 1. Januar 2023 einheitlich (Art. 471 ZGB) Nichts an der Quote; kantonal ist nur, welche Stelle die Erbbescheinigung ausstellt
Was das Verfahren kostet Das Schlichtungsverfahren in Miet- und Pachtsachen ist gerichtskostenfrei (Art. 113 Abs. 2 lit. c ZPO) Die Gerichtskosten richten sich nach dem Tarif deines Kantons — eine schweizweite Zahl gibt es nicht

Wo eine Grösse kantonal ist, nennen wir den Mechanismus und nicht eine geratene Zahl. Mehr dazu auf Was ein Anwalt kostet und Über uns.

Woran du dich halten kannst

Warum du dich darauf verlassen kannst

Vier Zusagen, die wir einhalten — eine davon lautet, nichts zu behaupten, was wir dir nicht zeigen können.

Die Schweiz ist eingestellt, nicht geraten

Beim Start wählst du das Land. Danach kommt die Einordnung aus OR, ZGB, ZPO und SchKG — und nicht aus einem Text, der zwar deutsch klingt, aber für Deutschland geschrieben wurde.

Nummer, Absatz, Gesetzestext

Die Jura-KI nennt Schweizer Rechtsquellen zum Nachlesen. Prüfe bei wichtigen Entscheidungen, ob Artikel und Einordnung zu deinem Fall passen.

Wir sagen auch, wann Schluss ist

Anwalt GURU ist KI-Rechtsinformation, keine Anwaltskanzlei. Braucht dein Fall anwaltliche Hände, steht das in der Antwort — und in der App findest du Kanzleien in der Region.

Erst ausprobieren, dann entscheiden

Die ersten Fragen laufen ohne Konto und ohne Zahlung. Willst du weiter, brauchst du ein Konto oder die App; abonnieren musst du nichts, und die Anwaltssuche bleibt gratis.

Anwaltssuche

Die passende Kanzlei finden

Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem eine Kanzlei übernehmen muss. Dann hilft die App beim Suchen.

Kanzlei in der Nähe finden — mit KI-Zusammenfassung der öffentlichen Bewertungen

Wie die Suche vorgeht

  • Ort eingeben — Zürich, Bern, Lugano oder ein Dorf im Seitental: Ausgangspunkt sind deine Koordinaten, nicht ein Verzeichnis.
  • Öffentliche Bewertungen, zusammengefasst — statt vierzig Rezensionen durchzulesen, liest du in zwei Sätzen, wofür eine Kanzlei gelobt wird und wofür nicht.
  • Mit dem Falldokument hingehen — so hast du die wichtigsten Punkte und Fragen griffbereit.

Die Suche in der App kostet nichts — und sie greift auch für Schweizer Ortschaften.

Der smarte Weg: zuerst begreifen, worum es geht, dann den Termin abmachen. Mit deinem Falldokument kannst du die offenen Fragen gezielt ansprechen. Wie abgerechnet wird, vereinbarst du mit der Kanzlei. Was ein Anwalt in der Schweiz kostet →

Juristin recherchiert konzentriert am Schreibtisch per Smartphone

Für Juristinnen und Juristen

Vorrecherche in Minuten statt in Stunden

Es gibt einen fachlichen Antwortmodus: dieselbe Suche in OR, ZGB, ZPO und SchKG, aber ohne die Erklärungen für Laien. Keine Mindestlizenz, kein Jahresvertrag, keine Verhandlung über Lizenzplätze.

Die Jura-KI für Juristinnen und Juristen — Funktionen, Preise, Grenzen

FAQ

Häufige Fragen

Kennt Anwalt GURU Schweizer Recht oder nur deutsches?
Du wählst die Schweiz als Rechtsraum, und ab da fusst jede Antwort auf Obligationenrecht, Zivilgesetzbuch, Zivilprozessordnung und SchKG. Die einschlägigen Artikel stehen mit Nummer und Gesetzestext direkt im Chat. Wo Rechtsprechung vorliegt, wird sie genannt — teils kantonale Entscheide, teils Bundesgericht. Warum das zählt: Wer eine Wohnungskündigung nach deutschem Muster behandelt, sucht einen Widerspruch beim Vermieter, wo in Wahrheit eine Anfechtung bei der Schlichtungsbehörde nötig wäre. Und weil die Sprache dieselbe ist, merkt man den Irrtum erst, wenn die dreissig Tage vorbei sind.
Was kostet mich das?
Die ersten Fragen sind gratis und ohne Anmeldung. Willst du weiterfragen, brauchst du ein Konto oder die App — abonnieren musst du nichts, und für die Suche nach einer Kanzlei zahlst du nie. Was du im Browser buchst, rechnen wir in Euro ab; im App Store und bei Google Play läuft es über den jeweiligen Store.
Brauche ich ein Konto, um anzufangen?
Nein. Du tippst deine Frage ins Chat-Feld auf dieser Seite und bekommst deine erste Einordnung, ohne dich zu registrieren. Ein Konto oder die App brauchst du erst, wenn du weiterfragen, deine Fälle speichern oder das Falldokument mitnehmen willst.
Wie lange dauert eine Antwort?
In wenigen Minuten. Die KI liest deine Schilderung, sucht die passenden Artikel, prüft die Rechtslage und formuliert erst dann. Das dauert länger als bei einem allgemeinen Chatbot — und genau darin liegt der Unterschied: Du bekommst keine schnelle Vermutung, sondern eine Einordnung mit Fundstelle.
Ersetzt das eine Anwältin oder einen Anwalt?
Nein. Anwalt GURU ist KI-Rechtsinformation — keine Anwaltskanzlei und keine Parteivertretung vor Gericht. Was die App leistet: einordnen, worum es in deinem Fall geht, welche Frist zu laufen begonnen hat und was du in einem Gespräch fragen solltest. Für eine verbindliche Beratung und für die Vertretung vor Gericht gehst du zu einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt. Wir wollen dir den Termin nicht ersparen — wir wollen, dass du nicht bei null in ihn hineingehst.
Gilt das auch in meinem Kanton?
Das Zivilrecht ist Bundesrecht und gilt in allen 26 Kantonen gleich: die dreissig Tage zur Anfechtung einer Wohnungskündigung (Art. 273 Abs. 1 OR), die zehn Tage für den Rechtsvorschlag (Art. 74 Abs. 1 SchKG), der Pflichtteil von der Hälfte des gesetzlichen Erbanspruchs (Art. 471 ZGB). Kantonal ist, wer es vollzieht und was es kostet — welches Kündigungsformular gilt, wo deine Schlichtungsbehörde sitzt, welcher Gerichtstarif greift. Deshalb sagen unsere Ratgeberseiten immer beides: was überall gleich gilt und was an deinem Wohnort anders ist.
Woher weiss ich, dass die Antwort stimmt?
Fundstellen helfen dir, eine Antwort zu prüfen. AnwaltGuru recherchiert Schweizer Rechtsquellen und nennt Artikel zum Nachlesen. Eine Quelle allein garantiert aber keine richtige Einordnung: Prüfe, ob sie auf deinen Sachverhalt passt. Bei wichtigen Entscheidungen lässt du deinen Fall anwaltlich beurteilen.
Warum braucht die Schweiz eine eigene Fassung?
Weil Schweizer Recht eigenes Recht ist, und zwar genau dort, wo es weh tut. Gegen eine Wohnungskündigung widersprichst du hier nicht dem Vermieter, sondern fichtst innert dreissig Tagen bei der Schlichtungsbehörde an. Eine missbräuchliche Kündigung bleibt wirksam und kostet höchstens sechs Monatslöhne. Und auf eine offene Rechnung folgt kein Score einer Auskunftei, sondern der Zahlungsbefehl vom Betreibungsamt. In allen drei Punkten führt der deutsche Weg an der Sache vorbei — und zwar so, dass man es der Antwort nicht ansieht.
Welche Rechtsgebiete deckt Anwalt GURU für die Schweiz ab?
Mietrecht und Nebenkosten nach OR und VMWG, Arbeitsrecht nach OR und Arbeitsgesetz samt Arbeitszeugnis, Erbrecht und Pflichtteil nach ZGB, Scheidung und Unterhalt, Betreibung nach SchKG, Strassenverkehr und Führerausweis. Am schnellsten findest du es heraus, indem du deine Frage stellst — die erste kostet nichts.
Was passiert mit meinen Daten?
Wir werten deine Fragen und Dokumente aus, um dir zu antworten — für das Training von KI-Modellen werden sie nicht verwendet. Wo verarbeitet und wo gespeichert wird, steht sachlich und vollständig in unserer Datenschutzerklärung; wir bauen daraus kein Gütesiegel.
Taugt das auch für Juristinnen und Juristen?
Ja, nur anders. Für die schnelle Vorrecherche gibt es einen fachlichen Antwortmodus: dieselbe Suche nach den einschlägigen Artikeln, aber ohne die Erklärungen für Laien. Was er kann, was er kostet und wo seine Grenzen liegen, steht auf der Seite für Juristinnen und Juristen.

Quellen

Woher die Angaben auf dieser Seite stammen

Alle genannten Artikel stehen im Original auf Fedlex, der amtlichen Sammlung des Bundesrechts.

  • Obligationenrecht (OR), SR 220 — Stand am 1. Januar 2026: Art. 259g, 259h, 266l, 266o, 272b, 273, 324a, 336a, 336b. Volltext auf Fedlex
  • Zivilgesetzbuch (ZGB), SR 210 — Stand am 1. Juli 2026: Art. 471 (Pflichtteil, Fassung in Kraft seit 1. Januar 2023). Volltext auf Fedlex
  • Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG), SR 281.1 — Stand am 1. Januar 2026: Art. 1, 69, 74, 75, 79. Volltext auf Fedlex
  • Zivilprozessordnung (ZPO), SR 272 — Stand am 1. Juli 2026: Art. 113 Abs. 2 lit. c (Gerichtskostenfreiheit in Miet- und Pachtsachen). Volltext auf Fedlex
  • Verordnung über die Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen (VMWG), SR 221.213.11 — Stand am 1. Oktober 2025: Art. 9 (Kündigungsformular). Volltext auf Fedlex
  • Zürcher, Berner und Basler Skala — Gerichtspraxis zur Dauer der Lohnfortzahlung nach Art. 324a Abs. 2 OR, kein Bundesrecht. Tabelle der Gerichte des Kantons Zürich und FAQ des SECO.

Hier steht der Überblick; ausführlich wird es auf den Ratgeberseiten, auf die diese Seite verweist. Anwalt GURU ist KI-Rechtsinformation — keine Anwaltskanzlei und keine Parteivertretung vor Gericht.

Wenn es geklärt ist

Und plötzlich ist es nur noch eine Aufgabe.

Der Artikel steht fest, die Frist ist ausgerechnet, der nächste Gang ist klar — Schlichtungsbehörde, Betreibungsamt oder Kanzlei. Kein Kloss im Hals mehr, nur noch ein paar Dinge, die zu erledigen sind. Dafür ist Anwalt GURU da.

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